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Neue Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt

Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt, dem die EFiM angehören, hat mit Annett Kannenberg-Bode eine neue Vorstandsvorsitzende. Sie wurde am Samstag, den 21. März 2026, auf der Delegiertenversammlung in Magdeburg gewählt.

Eröffnet wurde die Versammlung durch ein Grußwort des Ministerpräsidenten Sven Schulze, der die Arbeit des Landesfrauenrates als wichtige Stimme der Frauen- und Gleichstellungspolitik im Land würdigte. Gleichzeitig verband er sein Grußwort mit einem direkten Angebot zu einem gemeinsamen Gespräch.

Kannenberg-Bode bringt jahrzehntelange Erfahrung aus der gewerkschaftlichen Gleichstellungsarbeit mit und war zuvor bereits sechs Jahre als Beisitzerin im Vorstand des Landesfrauenrates aktiv. Seit elf Jahren ist sie Geschäftsführerin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Sachsen-Anhalt Nord. 

„Die Stärke des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt liegt in der Vielfalt unserer Mitgliedsverbände – sie bündeln eine einzigartige fachliche Kompetenz“, so Annett Kannenberg-Bode. „In Zeiten, in denen sicher geglaubte Frauenrechte wieder zur Disposition stehen und antifeministische Strömungen erstarken, müssen wir mehr denn je für ihre Verteidigung einstehen. Der Schutz von Betroffenen gehört stärker in den Fokus – besonders mit Blick auf häusliche und zunehmend digitale   Gewalt. Wir alle müssen uns bewusst sein, dass der Fall der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes kein Einzelfall ist.”

Mit der Delegiertenversammlung beginnt für den Landesfrauenrat eine Phase der strukturierten Neuaufstellung. Eine Zukunftswerkstatt wird in den kommenden Wochen zentrale Weichen für eine starke inhaltliche, organisatorische und kommunikative Ausrichtung des Verbandes stellen. Der neue Vorstand sieht darin eine Chance, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen, feministische Akteur*innen landesweit noch besser zu vernetzen und die politische Sichtbarkeit des Verbandes weiter auszubauen.

Im Zuge der Versammlung wurde Claudia Grabner als langjährige Beisitzerin verabschiedet. Ihre Nachfolge übernimmt Dr.in Christiane Diehl (FrauenUnion der CDU Sachsen-Anhalt). In ihren Ämtern bestätigt wurden zudem Yvonne Joachim (AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.-Fachstelle Vera) als stellvertretende Vorstandsvorsitzende sowie Steffi Schikor (LAG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten) als Schatzmeisterin. 

Für die Beisitzerinnen-Funktionen wurden außerdem Ruth Cohaus (Deutscher Juristinnenbund), Jana Große-Holthforth (Arbeitsgemeinschaft  sozialdemokratischer Frauen c/o SPD Landesverband Sachsen-Anhalt), Anja Krimmling-Schoeffler (Feministische Frauenarbeitsgemeinschaft Die Linke- LISA), Friederike Larek (LAG Feminismus Bündnis 90/Die Grünen) und Sandy Bieneck (LAG der Frauenzentren) bestätigt.

Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt ist der Dachverband von derzeit 35 Mitgliedsorganisationen, die gemeinsam die Vielfalt und fachliche Breite frauen- und gleichstellungspolitischer Arbeit im Land repräsentieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Dieser Fokus spiegelte sich auch im fachlichen Teil der Delegiertenversammlung wider: Ein Vortrag des renommierten Sozialwissenschaftlers Dr. Wolfgang Hammer zum Thema Sorge- und Umgangsrecht im Kontext häuslicher Gewalt bot einen fundierten Einblick in aktuelle Herausforderungen, Forschungsergebnisse und notwendigen Reformbedarf.

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