#ohneunsstehtallesstill
Frauen‑Initiativen rufen zum Globalen Frauen*streik auf: Zwei Tage Protest am 8. und 9. März 2026
Frauen‑Initiativen in ganz Deutschland erweitern den Internationalen Frauentag am Sonntag, 8. März, um einen Streiktag am Montag, 9. März. Angesichts der weltweit zunehmenden Angriffe auf Frauenrechte setzen sie auf ein deutliches Signal: zwei Tage Protest, politische Sichtbarkeit und die gemeinsame Niederlegung von Arbeit. Das Motto des Tages lautet: Ohne uns steht alles still.
Jede Frau*, jede marginalisierte Person, jede Verbündete soll sich nach ihren Möglichkeiten beteiligen – ob durch Streik, Aktionen, Gespräche, öffentliche Präsenz oder kreative Protestformen.
Die Aktionen machen sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt: die Fürsorge für Kinder, Kranke und Alte ist die Basus für unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben. „Ohne uns steht vieles still. Und mit uns bewegt sich dieses Land hin zu Gleichstellung, Gerechtigkeit und einer starken Demokratie“, so der gemeinsame Aufruf.
Die Initiativen erinnern daran, dass Frauen und marginalisierte Menschen seit Jahrzehnten die tragenden Säulen der Gesellschaft sind: in der Sorgearbeit, in sozialen Berufen, in Familien und Communities. Gleichzeitig prägen Gewalt, ökonomische Abhängigkeit und politische Benachteiligung weiterhin ihren Alltag. Besonders betroffen sind Frauen mit Migrationsgeschichte, Schwarze Frauen und Women of Color, trans und nicht‑binäre Menschen, Alleinerziehende und Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen.
Streik- und Protestaktionen in Mitteldeutschland:
Magdeburg, Bahnhofsvorplatz, 13 bis 17 Uhr: Demo
Halle, Neues Theater, 9 bis 17 Uhr: Streiklounge für alle Streikenden
Quedlinburg, Kornmarkt, 11 bis 16 Uhr: Demo
Stendal, Winkelmannplatz, 14 bis 18 Uhr: Demo
Kamern, Grünes Haus, 18 Uhr: Filmvorführung
Hansestadt Seehausen (Altmark), Postplatz, 16 bis 18 Uhr: Demo
Erfurt, Fischmarkt, 15 bis 17 Uhr: Demo
Gera, Vorplatz Kultur- und Kongresszentrum, 16 bis 18 Uhr: Kundgebung