Oasentag mit Sockensegen
Was für ein Tag voller Inspiration, Gemeinschaft und Ermutigung!
Fast 50 Frauen kamen Ende Oktober in der Jugendkirche Nordhausen zusammen, um unter dem Motto „Mut. Machen! Zu dem, was ich bin.“ einen ganz besonderen Oasentag für Frauen zu erleben – liebevoll vorbereitet und begleitet vom engagierten Frauenteam des Kirchenkreises unter der Leitung von Kathrin Schwarze. Sie ist auch im Beirat der EFiM aktiv.
Schon beim Ankommen war spürbar: Hier entsteht ein Raum, in dem Frauen sich wohlfühlen, auftanken und sich gegenseitig stärken können. Die Atmosphäre war herzlich, die Organisation hervorragend und die Vielfalt der Angebote machte diesen Tag zu einem Geschenk.
Pfarrerin Eva Lange, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland, öffnete mit ihren theologischen Gedanken zu Maria und Martha neue Perspektiven auf diese bekannte biblische Geschichte. Ihre Ausführungen zeigten, wie aktuell und kraftvoll diese Frauenfiguren für unser heutiges Gemeindeleben sind. Besonders spannend war die Frage, ob Martha nicht mehr war als die „Hausfrau“, wie sie heute gern dargestellt wird, sondern eher die Leiterin einer christlichen Hausgemeinde – eine Deutung, die viele zum Nachdenken brachte. Die Bedeutung der Worte in ihrer Ursprungszeit in die Deutung der Geschichte mit einzubeziehen, verändert den Blick. Johannes 11 und Lukas 10 wurden dazu betrachtet, immer die Auslegung des Wortes „diakonia“ im Blick – ist es später korrekt übersetzt worden? Heißt diakonia nicht eher das Ausführen von Aufträgen im Sinne des Apostelamtes, der Mission, der Verkündigung?
Wichtig in diesem Kontext auch der liebevolle Umgang der Schwestern miteinander. Es ist wie eine kleine Auferstehung, wenn Martha Maria aus ihrer Trauer ruft und zu Jesus führt. Wo reichen wir heute die helfende Hand? Heute sind beide Frauentypen in der Gemeinde wichtig – die spirituelle Seite und das helfende Handeln. „Wir müssen nicht wählen“, unterstreicht Eva Lange. „Wir brauchen beiden, wir sind diese beiden Schwestern.“
Mit viel Achtsamkeit, Humor und Wertschätzung führte Theaterpädagogin Daniela Bethge durch Mut- und Präsenzübungen, die uns halfen, unseren Körper bewusst „aufzuwecken“ und unsere innere Stärke zu entdecken.
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