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Regionalbischöfin Schlauraff im Interview mit EFiD

Im Interview mit der Newsletter-Redaktion der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) spricht Regionalbischöfin Bettina Schlauraff über die Stimmung im Land, die Rolle der Kirche und ihre Hoffnung.

Schlauraff berichtet von vielen Gesprächen mit Menschen im Land. Dabei habe sie eine tiefe Frustration über politische und gesellschaftliche Entwicklungen wahrgenommen. Das Wahlergebnis sei deshalb nicht allein Ausdruck von Emotionen, sondern auch von konkreten sozialen und wirtschaftlichen Missständen.

In den Kirchengemeinden erlebt die Regionalbischöfin derzeit vor allem Verunsicherung und Erschöpfung. Viele Menschen hätten sich in den vergangenen Monaten mit großem Einsatz für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagiert. Nun stellten sie sich die Frage, welche Folgen die politische Entwicklung habe. "Starke, existenzielle und gewaltvolle Einschnitte in soziale, demokratische, integrative und diakonische Arbeit werden erwartet", sagte Schlauraff. Besonders besorgt zeigt sie sich über die Lage von Menschen mit Migrationsgeschichte und queeren Menschen. Viele fragten sich, wie ihre Zukunft in Sachsen-Anhalt aussehen werde. 

Trotz aller Sorgen blickt die Regionalbischöfin nicht hoffnungslos in die Zukunft. Hoffnung schöpft sie aus dem gewachsenen Zusammenhalt vieler engagierter Menschen und dem Glauben. "Hoffnung macht mir, dass ich weiß: Gott hat uns aus Gründen in diese Zeit gestellt und wir werden Zeichen seiner Liebe sein". Kirchengemeinden könnten in den kommenden Jahren wichtige Orte der Ruhe, des Zuhörens und der Verständigung sein. 

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