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Theologie

„Diversity in kirchlicher Arbeit'
Diskriminierung erkennen & überwinden

Diversity in kirchlicher Arbeit

14.02.2022

Das Evangelische Zentrum Frauen und Männer bietet ab April eine Fortbildung zum Thema „Diversity in kirchlicher Arbeit – Diskriminierung erkennen & überwinden“ für die Multiplikator*innen und Interessierte der kirchlichen (Frauen)Arbeit an (26.04., 10.05., 31.05.2022 jeweils von 14-17 Uhr im Zoom). Diese Veranstaltung ist geeignet als Fortbildung oder Ergänzung für die Absolvent*innen des Fernstudiums Theologie geschlechterbewusst – kontextuell neu denken.
Worum geht’s?

Diskriminierung bedient sich vieler Marker. Alter, Herkunft, Körperform, sexuelle Orientierung, Religion – und mehr. Selbst wenn wir bewusst nicht rassistisch handeln möchten, sind wir dagegen nicht gefeit, denn auch unsere Institutionen und Verbände bauen auf diskriminierenden Strukturen. Solche Muster beeinflussen unsere Zusammenarbeit, unser Engagement im Ehrenamt, in kirchlicher Arbeit und verhindern die gerechte und gleiche Teilhabe aller.

Inhaltliche Ziele der Veranstaltungen
In drei aufeinander aufbauenden Veranstaltungen erhalten Multiplikator*innen einen umfassenden Überblick samt Handwerkszeug, um Diskriminierung im eigenen Handeln und den vorfindlichen Strukturen zu erkennen und zu verändern. Sie schärfen ihre Wahrnehmung für problematische Verzahnungen von Macht, vernetzen sich und entwickeln Handlungsoptionen um selbst Anti-Rassismusarbeit zu begleiten (z. B. Power Sharing). Sie lernen wichtige Akteur*innen und Strategien des diversitätsbewussten, diskriminierungskritischen Empowerments in Kirche und Gesellschaft und ein Netzwerk kennen, das ihnen erlaubt, im eigenen Raum informiert, reflektiert und ermächtigt tätig zu werden.

Spezifische Inhalte
Dienstag, 26.04.2022 um 14:00 Uhr: Grundlagen für Multiplikator*innen.
Start mit einem Impuls von Nathalie Eleyth (Uni Bochum) zu „Gender, race, diversity: Grundbegriffe der Intersektionalität“.
Anschließend sprechen Nathalie Eleyth, Daniela Konrädi (Afrodeutsche Pastorin der Ev.-luth. Kirche in Norddeutschland), Jana Mechelhoff-Herezi (Stiftung Denkmal, Leitung Erinnerung an Sinti und Roma), Dr. Antje Schrupp (Politikwissenschaftlerin, EFiD-Präsidium) auf dem Podium darüber, wie sich Grundbegriffe der Intersektionalität für die kirchliche Arbeit, Feminismus und politisches Handeln gestalten lassen.

Dienstag, 10.05.2022 um 14:00 Uhr: Kirche und koloniales Erbe am Beispiel des Weltgebetstag.
Start mit einem Impuls von Sarah Vecera (Stellv. Leiterin Region Deutschland, Vereinigte Ev. Mission) zu „Koloniale Kirchengeschichte(n)“.
Anschließend sprechen Sarah Vecera, Daniela Konrädi, Julia Ohm (dt. Komitee des WGT) und Carlotta Israel (Uni München) über die Möglichkeiten, die der Weltgebetstag als globale Basisbewegung in Bezug auf Anti-Diskriminierungsarbeit bietet.

Dienstag, 31.05.2022 um 14:00 Uhr: Handlungsoptionen entwickeln.
Start mit einem Workshop von Julia Sutsin Noël (compass orange) zu „Ansätze und Strategien des Community Empowerments“.
Zum Abschluss sprechen Daniela Konrädi, Quinton Ceasar (Landeskirche Hannover), Eleanor McCormick (UCC) und TBA über best- und worst-practise-Beispiele aus der kirchlichen Anti-Diskriminierungsarbeit, damit wir aus der Reflektion heraus für unsere eigenen Handlungsräume übersetzen und anwenden können.

Formales
Die Veranstaltung ist konzipiert als drei aufeinanderfolgende, ergänzende Module, daher wird die Teilnahme an allen empfohlen. In Einzelfällen ist die Teilnahme an einzelnen Modulen möglich.

Veranstalter: Evangelisches Zentrum Frauen und Männer gGmbH
Moderation: Daniela Konrädi, Afrodeutsche Pastorin der Ev.-luth. Kirche in Norddeutschland

Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich an Frauke Petersen, Referentin Ev. Zentrum (petersen@evangelisches-zentrum.de).