Frauenpolitik
Landesfrauenrat: Abschaffung des Teilzeitanspruchs wäre verfehlte Politik
11.02.2026
Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt lehnt den Vorstoß der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU, den gesetzlichen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit abzuschaffen, entschieden ab. Der Antrag für den Bundesparteitag der CDU im Februar ist weder arbeitsmarktpolitisch zielführend noch setzt er an den tatsächlichen Ursachen aktueller Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt an. Stattdessen droht er, bestehende strukturelle Ungleichheiten weiter zu verschärfen.
Der Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit ist ein zentrales gleichstellungs- und arbeitsmarktpolitisches Instrument. Er ermöglicht insbesondere Frauen* die dauerhafte Teilhabe am Erwerbsleben u (...)
Gedenken neu denken
10.02.2026
In Kooperation mit der Gedenkstätte ROTER OCHSE, der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland stellte die Journalistin und Content Creatorin Susanne Siegert ihr erstes Buch „Gedenken neu denken“ vor. Schnell wurde deutlich: Diese Veranstaltung handelte nicht von „damals“ und nicht von „den anderen“. Sie handelte von uns. Von unseren Orten, unserer Sprache und unserer Verantwortung.
Susanne Siegert arbeitet bewusst niederschwellig – vor allem mit Archiven und mit eher unbekannten Tatorten, die oft mitten unter uns liegen. Onlinearchive, die heute für alle zugänglich sind, (...)
Setz mit uns ein Zeichen gegen Gewalt!
09.02.2026
Setz mit uns ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt! Sei dabei, wenn wir gemeinsam am 14. Februar „One Billion Rising“ (englisch für: eine Milliarde erhebt sich) in Halle ein Zeichen gegen Gewalt setzen.
„One Billion Rising“ ist ein weltweiter Aktionstag am 14. Februar gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Frauen und Mädchen sind die am häufigsten von Gewalt betroffene Gruppe, mindestens jede 3. Frau in Europa hat schon einmal Gewalt erlebt. Die internationale Kampagne „One Billion Rising“ fordert ein Ende der seelischen und körperlichen Gewalt an Frauen sowie Gleichstellung und Gleichberechtigung. In den letzten Jahren be (...)
Arbeit von „Putevi mira“ im Spannungsfeld von Politik und sozialer Not
30.01.2026
Das Jahr 2025 war in Bosnien und Herzegowina von zunehmender politischer Instabilität und gesellschaftlicher Unsicherheit geprägt. Nationalistische Rhetorik und das anhaltende politische Agieren von Milorad Dodik – trotz seines formalen Ausschlusses aus politischen Ämtern – verschärften die Spannungen im Land. Sonderwahlen im November wurden von Unregelmäßigkeiten überschattet. Gleichzeitig stehen enorme staatliche Ausgaben in starkem Widerspruch zur prekären Lebensrealität vieler Bürger*innen, insbesondere von Rentner*innen und Geringverdienenden. Die Angst vor weiterer Destabilisierung wä (...)
Femizide stoppen - Gedenkstunde im Landtag
24.11.2025
Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen, keine Privatangelegenheit und schon gar kein individuelles „Missverständnis“. Die politisch Verantwortlichen in Sachsen-Anhalt zeichnen ein deutliches Bild: Die Zahl der Fälle steigt, das Hilfesystem ächzt, und gleichzeitig wächst die Entschlossenheit, dem etwas entgegenzustellen.
Landtagsvizepräsidentin Anne-Marie Keding betonte, dass das Gewaltmonopol ausschließlich beim Staat liege – und die daraus erwachsende Pflicht, jede einzelne Person vor Gewalt zu schützen. Ein Schutzauftrag, der nur erfüllt werden kann, wenn das Hilfesystem breit, erreichbar und verl&aum (...)
Mutmacherinnen in Halle – Ein Abend gegen das Schweigen
10.11.2025
Rund vierzig Menschen kamen am 6. November in die Marktkirche in Halle, um die Ausstellung „Mutmacherinnen“ zu eröffnen – ein Abend, der ebenso nachdenklich wie ermutigend war. Bereits vor Beginn hatte die Initiative CatCalls Halle mit einer Kreideaktion auf dem Markt und vor der Kirche auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht und damit ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.
Die Eröffnung gestalteten Marktkirchen-Pfarrerin Simone Carstens-Kant und Eva Lange, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland. Beide betonten, wie wichtig es ist, dass sich auc (...)
„Raus aus Chemnitz?“ – Geschichten vom Gehen, Bleiben und Wiederkommen
29.10.2025
Raus aus Chemnitz – und doch verbunden bleiben?
Das Comicprojekt „Raus aus Chemnitz?“ erzählt Geschichten von Frauen, die Chemnitz verlassen haben – und verknüpft persönliche Erinnerungen mit gesellschaftlichen Fragen: Welche Rolle spielt Herkunft? Wo entsteht Zugehörigkeit? Welche Räume braucht Demokratie?
Unter der Leitung von Illustratorin Stephanie Brittnacher (Chemnitz) entstand das Projekt gemeinsam mit (...)
In Rollenbildern gefangen – wie das Patriarchat auf Männlichkeit wirkt
23.10.2025
Rund 40 Menschen haben sich am 20. Oktober von den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland zu einem Online-Abend einladen lassen. Referent Flor Fischer sprach über ein Thema, das aktuell und dringend zugleich ist: Wie das Patriarchat Männlichkeit formt – und Männern wie Frauen schadet.
Flor Fischer machte deutlich: Das Patriarchat ist kein System, von dem ausschließlich Frauen betroffen sind. Es wirkt auch tief in das Selbstverständnis und Erleben von Männern hinein. Männlichkeit wird in unserer Gesellschaft oft noch nach einem engen Skript bewertet – stark, unabhängig, leistungsorientiert, emotionslos.
Anhand von (...)
30. Frauenkulturtage in Halle
20.10.2025
Die 30. Halleschen FrauenKulturTage finden vom 7. bis 23. November unter dem Motto "Alles fließt. Leben am und im Fluss" statt. Zwei Wochen lang widmet sich der Verein Dornrosa den kreativen und künstlerischen Leistungen von Frauen und organisiert ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm: Lesungen, Vorträge, Workshops, Musik, Gesang, Kabarett und Theateraufführungen.
Das diesjährige Thema „Alles fließt. Leben am und im Fluss“ eröffnet vielfältige Perspektiven und knüpft zugleich an das Hallesche Themenjahr „Stadt der Brücken“ (...)
Lesung 'Unsere Töchter, die Nazinen'
14.10.2025
„Ich schloss die Augen, wo ich sie hätte öffnen müssen.“
Im Rahmenprogramm des Wir-Festivals und in Zusammenarbeit mit den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschkand haben die Omas gegen Rechts aus Halle Mitte Oktober im Felicitas von Selmenitz-Haus aus dem Romas von Hermynia zur Mühlen "Unsere Töchter, die Nazinen" gelesen. Der Roman erschien 1934 und hinterfragt aus der Perspektiver dreier Frauen die weibliche Haltung und Beteiligung am Aufschwung des Nationalsozialismus. Die Frauen, die aus unterschiedlichen sozi (...)
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Evangelische Frauen in Mitteldeutschland (EFiM)