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Frauenpolitik

Armutsrisiko Geschlecht -
Bitte helfen Sie!

2021_Armutsrisiko Frauen

25.06.2021

Die Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland bitten aufgrund der hohen Anzahl von Nothilfeanfragend dringend um Spenden für Frauen in Not. Die Interimsleiterin Simone Kluge erläutert: "Bereits jetzt sind die Kollektenmittel ausgeschöpft, doch uns erreichen immer wieder Anfragen mit hoher Dringlichkeit. Für Familien in Not können wir zum Teil auf andere Töpfe verweisen. Für alleinstehende oder kinderlose Frauen gibt es aber sonst kaum Unterstützungsangebote in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Deshalb bitten wir dringend um Ihre Unterstützung, damit wir aus dem Fonds „Frauen in Not“ auch weiterhin Frauen, unabhängig von Alter, Familienstand und Herkunft, auf einfache und unbürokratische Weise unterstützen können, die sich in akuten Notsituationen befinden und sich, z.B. über eine der Beratungsstellen in der EKM, an uns wenden."

Bitte spenden Sie unter Spenden für Frauen in Not


Hintergrund:
Das Armutsrisiko ist für alleinerziehende oder pflegende Frauen in Ostdeutschland besonders hoch, dies zeigt die Publikation der Nationalen Armutskonferenz (NAK) „Armutsrisiko Geschlecht. Armutslagen von Frauen in Deutschland“. Beleuchtet werden u.a. die von prekärer Beschäftigung, Erwerbslosigkeit, Behinderung und Altersarmut betroffenen sowie geflüchtete Frauen:

"Frauenarmut hat viele Gesichter. Die vorliegende Broschüre der Nationalen Armutskonferenz lässt Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen zu Wort kommen: Frauen mit Migrationshintergrund, erwerbslose Frauen, alleinerziehende Frauen, Frauen mit Gewalterfahrung – Frauen in diesen Lebenssituationen sind stärker von Armut gefährdet als andere.

Oft liegt Armut von Frauen darin begründet, dass sie Kinder erziehen oder ältere Angehörige pflegen. Frauen arbeiten dreimal häufiger als Männer in Teilzeit (55 Prozent zu 18 Prozent). Während ihres Lebens sind Frauen verglichen mit Männern fast doppelt so lang ohne bezahlte Arbeit (30 Prozent gegenüber 17 Prozent). Ihre Rentenansprüche fallen entsprechend gering aus.

Zu pflegen oder sich um Kinder zu kümmern, ist wichtig. Dass diese persönlich wie gesellschaftlich so bedeutsamen Tätigkeiten zu Armut führen, ist ungerecht. Genauso ungerecht wie die Tatsache, dass Frauen nach einer Trennung fast immer das größere Armutsrisiko tragen.

Das beste Mittel gegen Frauen-, Kinder- und Altersarmut ist gut bezahlte familienfreundliche Arbeit." Dr. Katarina Barley, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Zugehörige Dokumente:
pdf-Icon des Dokumentes 2021_Armutsrisiko_Geschlecht (*.pdf-Datei, 1 MB)