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Mütter- und Familiengesundheit

16.07.2020

Mutter-Vater-Kind-Kliniken fordern Defizitausgleiche

Müttergenesung_Mutter-Kind-Rutschen

Wir wir im April berichteten, mussten die Mutter-Vater-Kind-Kliniken wie alle anderen Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen darum kämpfen unter den Corona-Rettungsschirm der Bundesregierung zu kommen. Die Erleichterung war groß, als die Kliniken in die „Covid-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung“ aufgenommen wurden. Doch damit sind die Kliniken leider noch nicht abgesichert. Es entstehen erhebliche Mehrkosten, die der notwendige Infektionsschutz und die Beachtung von Abstandsregelungen erfordert. So dürfen zurzeit weniger Patienten und Patientinnen aufgenommen werden, viele Kliniken sind aber erst rentabel, wenn sie zu 90 Prozent belegt sind. So brauchen die Kliniken dringend einen Ausgleich für den deutlichen Mehraufwand, um ihre Existenz zu sichern. „Wir hatten gehofft, dass mit dem neuen Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz wenigstens eine Diskussion angestoßen wird“, sagt Anne Schilling, die Bundesgeschäftsführerin des Müttergenesungswerks/Elly-Heuss-Knapp-Stiftung. „Doch leider bewegt sich nichts.“

Der Großteil der Mutter-Vater-Kind-Kliniken hat inzwischen wieder geöffnet. In den meisten Bundesländern dürfen sie aber nicht voll belegt werden. Auch ist in manchen Kliniken nur eine Höchstzahl von zehn Kindern zugelassen. Das macht sich auch in unserer Landesgeschäftsstelle für Mütter- und Familiengesundheit anhand der Antragslage deutlich bemerkbar. Kristin Daum, die zuständige Referentin für Mütter- und Familiengesundheit berichtet: "Durch die vorgeschriebene Minderbelegung kann die große Nachfrage nach Kuren nicht aufgefangen werden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das, dass sie mehrmonatige Wartezeiten in Kauf nehmen müssen oder unter Umständen sogar erst im Folgejahr eine Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahme antreten können. Das stellt ohnehin belastete Familien vor zusätzliche Probleme, die die Beratungsstellen vor Ort kaum noch auffangen können. Hier ist dringender Handlungsbedarf gegeben."

Foto: Dt. Müttergenesungswerk e.V.


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